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Myanmar

Bagan

Das wohl bekannteste und beliebteste Reiseziel in Myanmar heißt Bagan. Und das nicht umsonst: Über 36 km² erstreckt sich ein weitgehend unbewohntes Gebiet, auf dem über 2000 alte Tempel zu entdecken sind. In fast alle kann man reingehen und sich umsehen, dabei ist man oft komplett alleine, was diesen Ort unglaublich mystisch macht. Ein absolutes Highlight und Motiv für die meisten Bilder von Bagan ist der Sonnenaufgang, bei dem über der noch leicht nebligen Tempellandschaft Heißluftballons in die Luft steigen.

An- und Abreise

Bagan ist von Yangon aus mit dem Bus zu erreichen, allerdings dauert das etwa 16 Stunden und die Busse starten frühmorgens gegen 6 Uhr. Das Ganze kostet um die 16€. Einfacher ist ein Inlandsflug, den man sehr kurzfristig buchen kann. Dieser kostet zwar knapp unter 100€, dafür ist man gerade einmal eine Stunde in der Luft. Den Kosten-Zeitersparnis Faktor kann jeder für sich selbst bestimmen. Der Zielflughafen ist Nyaung U, was nicht weit von Bagan ist und easy mit dem Taxi zu bewältigen ist.

Unterkunft in Bagan

Getestet haben wir das Sky View Hotel in Nyaung U. Keine Sorge, Nyaung U liegt direkt neben Bagan, mit dem Roller seid Ihr in 5-10 Minuten mitten in der Tempellandschaft. Die Unterkunft war super: Sehr groß, unfassbar freundliches und hilfsbereites Personal. Das Restaurant fürs Frühstücksbuffet (im Preis inbegriffen, sehr lecker) und wahlweise fürs Mittag- oder Abendessen befindet sich auf dem Dach des Hotels, von wo aus man eine super Aussicht genießen kann. In einem Doppelzimmer haben wir knapp 10€ pro Person gezahlt. Wer den Kontakt mit anderen sucht und mitten im Geschehen sein will, der macht mit einem der Hostels in Old Bagan (auf Google Maps mit „Bagan #Geschichte“ ausgeschrieben) nichts verkehrt.

Aktivitäten in Bagan

Kommen wir zu den spannenden Dingen, den Aktivitäten in Bagan. Am Anfang des Tages leiht man sich einen „E-Bike“ (also einen Elektro Roller) und geht auf Entdeckungstour quer durch das alte Bagan mit seinen unzähligen, wunderschönen Tempeln. Einplanen sollte man dafür auf jeden Fall zwei volle Tage. Als strategisch guter Startpunkt dient die goldene Shwezigon Pagode, bevor es dann Richtung Süden zu den älteren Exemplaren geht. Über die Hauptstraße (Anawrahta Road) geht es einfach in einen der kleinen Wege, von wo aus das Abenteuer beginnen kann
DAS Highlight für viele ist der Sonnenaufgang in Bagan, für den man sich schon frühmorgens den Wecker auf knapp 4:30 stellen sollte. Gebt einfach „Sunrise in Bagan“ in Google ein und plant ein, etwa 30-45 Minuten davor bei Eurer Zielpagode zu sein. Noch vor ein bis zwei Jahren konnte man ungehindert auf all die Tempel klettern und von dort die Aussicht genießen, was die Stadt mittlerweile aber aus Angst vor Abnutzung verhindert. Im Hotel sagte man uns zwar „Wo kein Kläger, da kein Richter“, dies gestaltete sich aber eher schwierig. Wir sind durch den Tipp eines Einheimischen zur „Secret Pagoda“ (gebt das in Google Maps ein) gekommen, eine der wenigen Pagoden, in der der Weg in den 1. Stock nicht abgesperrt ist. Die Aussicht beim Sunrise war folgender.

Der Vorteil dabei war, dass hier nur 10-20 Menschen auf dem Tempel anzutreffen waren. Wir haben schon das Schlimmste befürchtet, nachdem wir von vollkommen überfüllten Tempeln mit 200 Leuten gehört hatten. Den Besten Blick hat man wohl von der Shwesandaw Pagode, die leider strengstens abgesperrt war, als wir frühmorgens dort waren. Ansonsten fragt einfach im Hotel nach, welche Tempel sich aktuell eignen. Das ändert sich ständig und ab und zu sperrt ein Wächter einen Tempel frühmorgens auf, damit man von dort aus den Sonnenaufgang genießen kann.
Auch den Sonnenuntergang (Sunset) kann man sich in Bagan definitiv geben, allerdings ist dieser bei weitem nicht so spektakulär, wie der Sunrise.

Beitragsbild: Image by Judtih Scharnowski on Pixabay

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